Handlanger des Teufels – Apostel des Antichristen: Der Akademientag 2026 in Göttingen

Zum Thema „Von Moin bis Meme. Sprache macht Gesellschaft“ lud die Akademienunion am 8. September 2026 zum Akademientag nach Göttingen und bot den verschiedensten Projekten die Chance, sich zu präsentieren, zu vernetzen und mit den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern in einen regen Austausch darüber zu treten, was Sprache kann und was sie (nicht) soll.

Unter dem Motto „Worte als Waffen“ gab das Akademienprojekt „Die Formierung Europas durch Überwindung der Spaltung im 12. Jahrhundert“ – vertreten durch die Projektstandorte Aachen (Dr. Isabel Blumenroth & Jakob Panne) und Würzburg (Noah Weiß) – im Rahmen eines Forschungsparcours Einblicke in die Ereignisgeschichte, Methoden und Zielsetzungen des Projekts. Obwohl sie mit den ‚schönsten‘ polemischen Schmähungen begrüßt wurden, die sich die Parteiungen im Alexandrinischen Schisma entgegenschleuderten, ließen es sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher des Akademientags nicht nehmen, das Gespräch zu suchen und ihre Fragen zu stellen.

Aber auch wir hatten Fragen im Gepäck. Besonders das interaktive Wissenschaftsquiz zum Alexandrinischen Schisma entfachte bei Jung und Alt große Begeisterung und mauserte sich zum regelrechten Publikumsmagneten. Die geschichtsinteressierten Gäste setzten sich mit den grundlegenden Fragen auseinander, was ein Schisma überhaupt ist und wie es entstehen kann. Es wurde ebenso lebhaft über Polemik, Gewalt und fehleranfällige Wahlverfahren diskutiert wie über komplexe Fragen der digitalen Aufbereitung und Nachnutzung von Forschungsdaten und die Visualisierung von Netzwerken. Aus dem Austausch mit Interessierten und Fachpublikum nehmen wir einige neue Impulse und Anregungen für unsere weitere Arbeit mit.

Akademientag 2026 © Akademienunion, Foto Marco Bühl


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