Coding Medieval European Charters

Schematische Darstellung möglicher Beziehungen zwischen Aussteller und Empfänger, Hannah Busch
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Wie lassen sich die Beziehungen zwischen den in Urkunden genannten Entitäten und Rechtsakten digital modellieren? Um die mit dieser Frage verbundenen Herausforderungen zu diskutieren, fand am 4. und 5. Dezember 2025 der internationale Workshop „Coding Medieval European Charters – Digitale Modellierung mittelalterlicher Urkunden“ am Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) in Leipzig statt. Das Projekt „Die Formierung Europas“ wurde dabei von Hannah Busch und Sebastian Gensicke vertreten.

Dank der problemorientierten Projektvorstellungen und intensiven Working Sessions konnten Erfahrungen ausgetauscht und Lösungsansätze für konkrete Problemstellungen entwickelt werden. So boten beispielsweise Einblicke in die Datenstruktur der People of Medieval Scotland (POMS), eine Diskussion erster Ergebnisse von LLM-basierter Informationsextraktion und die von den Organisatoren im Rahmen der Projekte „Modeling Pre-Modern Ambiguities: Case Studies from Eastern Europe (VAMOD)“ und „DigiHistDB“ (FSU Jena) entwickelte Ontologie von Rechtsakten zahlreiche Inspirationen und Anknüpfungspunkte auch für unser Forschungsprojekt.